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Trauerrede von Ilona Koch zum Tod von Horst Viehrig

Liebe Familie Viehrig,
liebe Ulla,
liebe Claudia,
sehr geehrte Trauergemeinde,

 

die CDU Leinfelden-Echterdingen trauert,
die CDU Leinfelden-Echterdingen trauert um Ihren Ehrenvorsitzenden.

 

wir verneigen uns vor Ihm – wissend, dass der Schmerz um den Verlust des treusorgenden Ehemanns und fürsorglichen Vaters und liebevollen Opa für uns nicht messbar ist.

Wir bringen unser tiefstes Beileid über den überraschenden Tod von Horst Viehrig entgegen.

 

Horst Viehrig war weitaus mehr als nur ein Parteifreund. Er war für uns in Leinfelden-Echterdingen ein außerordentlicher und besonderer Kommunalpolitiker.

Er war ein Parteifreund mit klarem Profil, seine Analyse war gefürchtet -aber zutreffend. Er war ein CDU Mann, der sich stets aktiv und kraftvoll in die aktuellen Themen eingebracht hat. Er war selbstlos – aber stets gradlinig und konsequent.

Horst Viehrig hat aus voller Überzeugung 30 Jahre für die Christlich  Demokratische Union in Leinfelden-Echterdingen gearbeitet.

 

Ich selbst kann mich an viele Abende erinnern, bei denen wir intensiv unter seiner Führung über die Entwicklung unserer Stadt bei ihm Zuhause diskutiert haben. Das war vorbildhaft, das war prägend.

Bei diesen Gesprächen wurden viele wichtigen Weichenstellungen getroffen. Wären diese „Kamingespräche“ nicht gewesen, wäre manch eine Entwicklung zum Wohle unserer Stadt nicht gekommen.

Wir danken Horst für diese Gespräche, sie waren immer sachlich, konstruktiv und zielführend.
Wir danken Dir liebe Ulla, dass Du stets den häuslichen Rahmen wohlwollend und gastfreundlich erfüllt hast.

Rückblickend wissen wir das heute einmal mehr zu schätzen. Wir haben Horst Viehrig viel zu verdanken.

Ihm ist es gelungen, die CDU Kandidatenliste zu allen Kommunalwahlen stets zu füllen - keine leichte Aufgabe. Ihm ist es gelungen, neue und junge Parteimitglieder zu gewinnen – weil er auch junge Menschen begeistern konnte

 

Ihm ist es gelungen, Frauen für die Politik zu gewinnen – als Quoten noch kein Kriterium waren – er war seiner Zeit voraus. Ihm ist es gelungen, das Bild der Volkspartei CDU über alle Alters- und Personengruppen abzubilden, denn Authentität war ihm stets wichtig.

Generalstabsmäßig hat er termingenau geplant, geordnet, ermahnt, gefordert.

Sein Anspruch an die Kandidaten war Zuverlässigkeit, Bürgernähe, Kompetenz und Fleiß.

Ungeachtet von seiner Kritik, war er stets loyal und überzeugter CDU Mann der seine CDU Kandidaten im Wahlkreis unterstützte – nicht nur mit dem „Kreuzle“ auf der Wahlliste.

 

Sein größter persönlicher Erfolg war die Oberbürgermeisterwahl 2002.
In Leinfelden-Echterdingen. Für Horst war es selbstverständlich sich selbst den „Kandidaten“ anzuschauen und auf Herz und Nieren zu prüfen.
Horst musste überzeugt sein und man musste sich bei ihm beweisen.
Wenn das der Fall war, war der Erfolg gesichert. Denn Horst kämpfte.
Es ist allein seiner Strategie zu verdanken, dass die CDU die Oberbürgermeisterwahl 2002 gewonnen hat.

Ich erinnere mich noch sehr genau an die legendäre frühmorgendliche „Weckle- Aktion“ am Wahlsonntag.

Horst Viehrig hatte immer Ziele – und die hat er konsequent und ideenreich verfolgt. An dieser Stelle gäbe es vieles über die Aktivitäten von Horst zu berichten, ich möchte mich aber auf einen sehr treffenden Amtsblattartikel vom 9. Januar 2004 begrenzen. In dem er seine „Herzensthemen“ mit passgenauen Veranstaltungen aufgezeigt hat.

 

Ein CDU Stammtisch – das miteinander war ihm wichtig.

Die Woche der Union – es ging ihm um eine stärkere Integration der CDU LE in den Wahlkreis Nürtingen.

 

Die Veranstaltung Lehre oder Studium - Was machen, nach der Schule?

Horst hatte immer eine Antwort und einen Plan, er hat jungen Menschen immer eine Perspektive aufgezeigt. Ihm ist es stets gelungen, zu Jungen Menschen Zugang zu finden und sie zu motivieren, einen Berufsweg konsequent zu gehen.

Er mahnte Leistungsbereitschaft ein, um erfolgreich zu sein – das waren oft seine streng wirkenden Worte.

Stauregion Filder – Bereits 2004 hat Horst Viehrig auf das Verkehrsproblem in unserer Stadt mit einer prominenten Veranstaltung unter Teilnahme von Regionaldirektor Dr. Steinacher, Regionalrat Peter Alderath – und Oberbaurat Thomas Glawa, aufmerksam gemacht. – er hat auf Konflikte frühzeitig hingewiesen.

Bürgerempfang am 3. Oktober – Diese mittlerweile traditionelle Veranstaltung haben wir allein Horst Viehrig zu verdanken. Er war es, der jährlich dem Mauerfall und der Deutsche Einheit würdig in Erinnerung halten wollte. Auch Geschichte war ihm wichtig.

 

Horst Viehrig war ein Mensch, der vorausschauend dachte und ihm war bewusst, dass jedes Wirken und jede Amtszeit ein Ende hat.

Und es war eben Horst Viehrig, der sich über seine Nachfolge Gedanken gemacht hat und entschieden hat.

Er war Vorbild. Er war für sich selbstlos, er war von unschätzbarem Wert für die CDU LE, er hat stets seine Person in den Dienst der Partei gestellt.

 

Wir als CDU sind daher stolz, dass seine jahrelange ehrenamtliche politische Arbeit sichtbare und bleibende Würdigung bekam, durch die Verleihung der Staufermedaille des Landes Baden-Württembergs im Jahr 2007.

Mit der Staufermedaille hat das Land Baden-Württemberg die Verdienste von Horst Viehrig um das Gemeinwohl geehrt, die er über die eigentlichen beruflichen Pflichten hinaus im Rahmen seines ehrenamtlichen, gesellschaftlichen und bürgerschaftlichen Engagements erworben und über viele Jahre hinweg erbracht hat.

Horst Viehrigs politisches Engagement endete jedoch nicht mit der Verleihung der Staufermedaille.

Er blieb dem Vorstand als aktives Mitglied erhalten, und hat sich regelmäßig erlaubt, sich einzumischen und zu mahnen – seine Expertise zur politischen Arbeit, und seine brillante politische Analyse war für uns immer hilfreich. Das wird uns fehlen.

Er hinterlässt wahrhaftig eine Lücke.

 

Ganz persönlich möchte ich mich bei Dir lieber Horst verabschieden mit einem Dank

für Deine Unterstützung,
für Deine Förderung
für Dein Vertrauen
und all das, was Du mir auf den Weg gegeben hast
Ich verliere einen väterlichen, liebevollen und treuen Freund.

 

30.5.2017 Ilona Koch
Für den CDU Stadtverband Leinfelden-Echterdingen 

 

 

Geschichte der CDU in Leinfelden-Echterdingen

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden der Gemeinderat und das Bürgermeisteramt von der amerikanischen Militärregierung aufgelöst und bis zu Neuwahlen durch einen von der Militärregierung eingesetzten Vertreter ersetzt, der diese zu beraten hatte.

Die ersten demokratischen Gemeinderatswahlen fanden am 27.1.1946 statt. In Echterdingen gab es außer der Freien Wählervereinigung eine kommunistische Liste, eine SPD-Liste und eine "SPD und Bauernschaft"-Liste. In Leinfelden gab es eine SPD-Liste, die Wählervereinigung Oberaichen und die "Wählervereinigung der Arbeiter, Landwirte und Gewerbetreibenden Leinfelden". In Musberg existierten die Freie Wählervereinigung, eine Liste der kommunistischen Partei und eine SPD-Liste. In Stetten gab es außer der Freien Wählervereinigung die SPD-Liste.

Der erste CDU-Gemeinderat für alle vier Stadtteile war Reinhold Stäbler aus Musberg. In Leinfelden entstand die erste CDU-Wahlliste 1962, in Stetten 1968 und in Echterdingen 1971. Nachdem der Vertrag für den freiwilligen Zusammenschluss der vier Gemeinden am 27. Juni 1974 unterzeichnet worden war, wurde der 1. Januar 1975 als Tag des offiziellen Zusammenschlusses festgelegt.

Der erste Gesamtgemeinderat wurde am 20.4.1975 nach dem Prinzip der echten Teilortswahl gewählt und bestand aus 40 Sitzen.

Dieser 20. April 1975 kann auch als die Geburtsstunde des CDU-Stadtverbandes Leinfelden-Echterdingen bezeichnet werden.

Die CDU-Fraktion hatte dabei 33.8 % der Stimmen auf sich vereinigen können und erhielt 14 Sitze. Die FWV erreichte 30.3 % und 12 Sitze, die SPD kam auf 28.9 % und 12 Sitze und die FDP mit 7.2 % erhielt 2 Sitze.

Seit dieser Gründung konnte die CDU bei allen Wahlen stets hervorragende Ergebnisse erzielen.

Die CDU ist in unserer Stadt die bestimmende und treibende politische Kraft, dies kann den Wählerstimmen entsprechend mit voller Berechtigung festgestellt werden.

Diese Bestätigung der Mitbürgerinnen und Mitbürger bei den Abstimmungen betrachtet der CDU Stadtverband als Auftrag und Zukunftsaufgabe für unser kommunales Gemeinwesen. Die Arbeit und zukunftsorientierte Zielrichtung des Stadtverbandes und seiner Fraktion im Gemeinderat der Stadt wurde beschlossen und in den "Zielen des CDU‑Stadtverbandes" festgelegt.

Die Mitglieder der CDU Leinfelden-Echterdingen werden auch bei den zukünftigen Wahlen alle Anstrengungen unternehmen, dass die erfolgreiche Arbeit für unsere Kommune in gleicher Weise ihre Fortsetzung findet.

Helfen auch Sie uns dabei mit Ihrer Stimme.

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