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15.12.2017

Evangelischer Arbeitskreis der CDU/CSU Kreisverband Esslingen

v.l.n.r. Pfarrer Dr. Tobias Eißler, EAK Vorsitzender Peter Schuster, Pfarrer Edgar Tuschy, Bürgermeister Sven Haumacher

Luthers christliches Verständnis von Ehe und Familie steht im Widerspruch zur „Ehe für alle“

Gegen die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren und gegen die „Ehe für alle“ sprachen sich die Referenten einer Veranstaltung der Evangelischen Kirchengemeinde in Notzingen und des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU Kreisverband Esslingen aus, die in Notzingen im Evangelischen Gemeindehaus der dortigen Kirchengemeinde stattfand. Anlässlich des Jubiläums 500 Jahre Reformation informierten die Veranstalter über Martin Luthers Verständnis von Ehe und Familie.

Der Hauptreferent war Pfarrer Dr. Tobias Eißler aus Ostfildern, Vorsitzender von Confessio e.V., einer Arbeitsgemeinschaft von 90 württembergischen Pfarrern in der Evangelischen Landeskirche Württemberg. Die Ehe zwischen Mann und Frau ist eine göttliche Stiftung, betonte Eißler. Gott habe die wunderbare Erfindung der Ehe zwischen Mann und Frau gemacht, die auf die Zeugung von Kindern ausgerichtet sei. Luther argumentierte von der Schöpfung Gottes her. Er sah Mann und Frau in gleicher Würde vor Gott, aber in eindeutiger geschlechtlicher Unterschiedenheit. Aus einem Mann eine Frau zu machen oder umgekehrt, liegt nach Luther nicht in der Hand des Menschen. Das klingt herausfordernd in einer Zeit, in der Transsexualität zur Normalität erklärt wird. Man kann zwar Hormone spritzen, aber nicht die genetische Disposition eines Mannes und einer Frau verändern. Homosexualität sei nach Martin Luthers Theologie, wie er sie in seiner Schrift vom ehelichen Leben vertritt, eine Verirrung und eine Sünde, sagte der Theologe. Eißler sprach sich deshalb gegen die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren aus.

Auch Peter Schuster, Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU im Kreisverband Esslingen sprach sich gegen die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare aus, da dies der biblisch-reformatorischen Ethik von Martin Luther widerspreche. Schuster kritisierte die Stuttgarter Prälatin Gabriele Arnold und deren Übernahme der Schirmherrschaft des diesjährigen Christopher Street Days (CSD). „Die öffentliche Zurschaustellung sexueller Neigung und Propagierung eines libertinistischen Lebensstils, wie es beim CSD der Fall sei, widerspricht nicht nur der biblisch-reformatorischen Ethik, sondern der christlichen Ethik überhaupt“, erklärte Schuster. Schuster sprach in dem Zusammenhang von einer widerchristlichen Ethik und forderte die Absetzung von Gabriele Arnold vom Prälatenamt. In der vom Notzinger Pfarrer Edgar Tuschy moderierten Diskussion kritisierten auch zahlreiche andere Zuhörer aus den umliegenden evangelischen Kirchengemeinden, die anwesend waren, die Entscheidung der Stuttgarter Prälatin, die Schirmherrschaft für den CSD zu übernehmen. Ein Teilnehmer des Abends bezeichnete den Christopher Street Day als „Pornographie auf offener Straße.“

Bürgermeister Sven Haumacher zeigte in seinem Grußwort auf, was die Gemeinde Notzingen für Familien und Kinder tut. 89 Kinder werden in den Kindergärten betreut, während 114 Kinder die Grundschule besuchen. Davon gehen 50 Kinder in die Kernzeitbetreuung. Da die Gemeinde Notzingen finanziell gut dastehe, seien die Beiträge, die Eltern zu bezahlen hätten, niedriger und die Angebote höher. Über das Neubaugebiet Hofäcker IV, wo 40 neue Bauplätze entstehen, will die Gemeinde Familien mit Kindern einen Bauplatz anbieten.

Im Hinblick auf die Ehe sei Bürgermeister Sven Haumacher, der als Standesbeamter auch Trauungen durchführt, gespannt, was die Zukunft bringe. Vielleicht könne man irgendwann sein Haustier heiraten oder Geschwister untereinander. Alle Anwesenden an dem Abend sprachen sich zudem gegen die „Ehe für alle“ aus, die am Tag der Veranstaltung aufgrund einer Initiative der SPD und von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag eingebracht und verabschiedet worden ist.

(Erstveröffentlichung des Beitrags 12.07.2017)


Ergänzungen:

Bereits am 28.05.2017 berichtet die Stuttgarter Zeitung: "Homo-Segnung: Prälatin Arnold macht Druck"

Die Stuttgarter Zeitung berichtet am 23.11.2017: "Synode ringt um Kompromiss zur Homo-Ehe"

Die WELT veröffentlicht am 29.11.2017: "Synode lehnt Kompromissvorschlag zur Homo Ehe Segnung ab"

Das christliche Nachrichtenportal IDEA veröffentlicht am 28.11.2017: "keine kirchliche Homotrauung in Württemberg"


Die Stuttgarter Zeitung berichtet am am 6.12.2017:"evangelische Kirche in Stuttgart in Aufruhr - Stadtdekan warnt vor einer Spaltung"

und kommentiert den Beitrag: "Homo-Ehe in Stuttgart - die evangelische Kirche bebt"

 
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