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22.11.2016

Amtsblatt KW47

Das Unwort des Jahres: Postfaktisch

Nach einer Studie des Instituts für Qualität im Bildungswesen (IQB) sackt der einstige Primus Baden-Württemberg im Ländervergleich auf hintere Ränge ab: Von Platz 2 im Fach Deutsch beim Zuhören rutschten die Schüler/Innen im Land auf Platz 14, beim Lesen von Platz 3 auf Platz 13 und bei der Rechtschreibung vom zweiten auf den zehnten Rang.
Wie konstruktiv gehen die politisch Beteiligten in BaWü damit um?
Ministerpräsident Winfried Kretschmann z. B. macht Bildungspolitik nach dem Unwort des Jahres: „postfaktisch“. Visionen, Gefühle und das eigene Wollen stehen über der Realität, der Wahrheit, der Vernunft. So kann's aber leider nicht bergauf gehen.
Die Realität spricht eine andere Sprache: Lehrer sind keine auf dem Markt, Ressourcen verschwindend gering, Schüler/Innen mit ihren Abschlüssen verunsichert und viele Projekte des ehemaligen Kultusministers angefangen, aber nicht finanziert!

In den letzten 5 Jahren war es definitiv zu unruhig in der Bildung. Das heißt nicht, dass vor 2011 alles in Ordnung gewesen wäre! Aber seit 2011 fand das gleichzeitige Drehen an (zu) vielen Stellschrauben statt. Das war nicht zielführend, sondern in höchstem Maße verunsichernd für Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen. (Sozial-) Ingenieure, die etwas verbessern wollen, drehen an einer Stellschraube - bei sonst gleichen Bedingungen - und messen dann Veränderungen. Gleichzeitiges Drehen an vielen Stelleschrauben verhindert gute Messergebnisse, verhindert sinnvolle Evaluation, ermöglicht "postfaktische" Bildungspolitik.

Die CDU Fraktion hat u.a. vor diesem Hintergrund um einen persönlichen Austausch mit der CDU Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann gebeten. Neben der Ministerin werden sowohl die Elternvertreter und die Schulleitungen, vor allem aber auch die Schülervertreter unserer hiesigen Schulen eingeladen. Gemeinsam kann es uns gelingen, Probleme zu benennen und damit Verbesserungen herbeizuführen. Realistisch und nicht postfaktisch! 

 
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