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19.12.2016

Fachrunde mit Apothekern aus der Region

Der Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich nahm am vergangenen Montag zusammen mit Fritz Becker, dem Vorsitzenden des Deutschen Apothekerverbandes an einer Fachrunde  mit Apothekern aus der Region zum Thema EuGH Urteil zur Medikamenten-Preisbindung in Stetten, Leinfelden-Echterdingen teil.
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat am 19. Oktober 2016 entschieden, dass ausländische Versandapotheken die Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) nicht mehr beachten müssen, wenn sie rezeptpflichtige Medikamente zu Patienten nach Deutschland schicken. Diese unerwartete Entscheidung hat eine Debatte über die Zukunft der Arzneimittelversorgung ausgelöst.

Auch die Apotheker aus der Region hat das EuGH-Urteil sehr betroffen gemacht und sie haben deshalb Michael Hennrich, als Experte für das Gesundheitswesen gebeten, die Situation aus seiner Sicht zu schildern.

Sofort nach dem Urteil habe er sich dafür ausgesprochen, den Versand mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln zu verbieten, berichtet Michael Hennrich, denn er teile die Sorge vieler niedergelassener Apotheker, dass nach dem EuGH-Urteil Rabatte beim Rx-Versandhandel die flächendeckende Arzneimittelversorgung mit hochwertiger und individueller Beratung gefährdet sei. Der Bundestagsabgeordnete wies darauf hin, dass schnell gehandelt werden müsse. Noch in dieser Legislaturperiode sollten so Hennrich neue Regeln aufgestellt werden, sonst veränderten sich innerhalb von ein bis zwei Jahren die Marktstrukturen.
Digitalisierung sei wichtig führt Michael Hennrich weiter aus, aber sie müsse im Zusammenspiel erfolgen, nicht zu Lasten von Arbeitsplätzen und persönlichem Kontakt.
Aus Sicht des Gesundheitspolitikers gingen die Debatten in Berlin in die richtige Richtung. Ziel für ihn sei es, zusammen mit dem Koalitionspartner, ein europarechtskonformes
Rx-Versandhandelsverbot durchzusetzen.

In der anschließend geführten Diskussion wiesen die Apotheker auf die Gratwanderung zwischen Gemeinwohlpflicht und Wirtschaftlichkeit hin und baten um Unterstützung um der Gemeinwohlpflicht, die gegenfinanziert werden müsse, weiterhin nachkommen zu können. Auch sie sehen im Versandhandelsverbot eine klare, transparente Regelung um eine flächendeckende Versorgung zu erhalten.

 
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