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01.09.2015

Pressemitteilung Gemeinschaftsschule senkt das Leistungsniveau

Die Gemeinschaftsschule ist kein Erfolgsmodell und senkt das Leistungsniveau

Die Gemeinschaftsschule ist kein Erfolgsmodell und senkt das Leistungsniveau

Für viel Wirbel sorgte die gemeinsame Antragsstellung von CDU, FW und FDP- Stadträten am 7. März 2015 in der VKS Sitzung zur Stärkung der Realschule IKR und zur Ablehnung der Einführung einer Gemeinschaftsschule an der Ludwig-Uhland-Schule. Ganz bewusst haben wir uns gegen die Einführung einer Gemeinschaftsschule an der Ludwig-Uhland-Schule entschieden und haben uns für die differenzierte erfolgreiche Schullandschaft ausgesprochen. Die Stärkung der Realschule war und ist unser Ziel. Denn diese Schulart wurde bis zu diesem Zeitpunkt in der Betrachtung des Schulbürgermeisters vernachlässigt. Der damalige Schulbürgermeister  musste außergewöhnlicher Weise per Antrag im Gemeinderat zu Gesprächen mit der Immanuel-Kant-Realschule aufgefordert werden.

Gemeinschaftsschule (nachfolgend GMS genannt) war und ist für uns keine überzeugende Schulart. Zu diesem Ergebnis kommt nun auch eine wissenschaftliche Forschungsgruppe, die „Wissenschaftliche Begleitung der Gemeinschaftsschule Baden-Württemberg“ mit Wissenschaftlern der Pädagogischen Hochschulen Heidelberg, Freiburg, Weingarten und der Universität Tübingen (WissGEm). Die Wissenschaftler begleiteten und betrachteten u.a. die Geschwister-Scholl Schule Tübingen und somit die vermeintliche Vorzeigeschule der Landesregierung.

Die Studie belegt offenbar, dass gerade die weniger leistungsstarken Schüler die Leidtragenden dieser Pädagogik sind. Obwohl es keine wissenschaftlichen Belege über diese Pädagogik gibt, forderte die Grün-Rote Landesregierung bisher viele Kommunen auf, ihre bestehenden Schulen in GMS umzuwandeln. Eine unfassbare Tragweite, wenn man sich dieses Gutachten vor Augen führt!

Somit bekommt auch unser  gemeinsamer Antrag aus dem Frühjahr 2015 eine besondere Bedeutung. Unabhängig davon, dass wir die erste Stadt im Landkreis waren, die die Einführung dieser unausgereiften Schulart abgelehnt hat, kommen nun auch die Wissenschaftler zu einer sehr schlechten Beurteilung der Schulart GMS.

Die zentrale Unterrichtsidee „individuelles Lernen“ wird als ineffektiv herausgestellt. „Die Praxis hat gezeigt, dass das individuelle Lernen in dieser Vorzeige-  Gemeinschaftsschule gescheitert ist“, so die CDU Vorsitzende Claudia Zöllmer wörtlich.

In einer Wissensgesellschaft ist es von größter Bedeutung das Leistungsniveau zu halten und auszubauen, keinesfalls darf es zu einem Abfall des Leistungsniveaus kommen. Erfolgreiche Schularten und Lernmodelle müssen weiterentwickelt und unterstützt werden. Hierzu werden Lehrerdeputate gebraucht und es dürfen keine Streichungen zu Gunsten der Förderung einer Schulart entstehen. Scheingefechte die viel Zeit, Geld und Energie kosten zu Lasten unserer Kinder, lassen wir nicht zu. Unsere Kinder sollen Ihren Neigungen entsprechend, erfolgreich in die berufliche Bildung geführt werden.

Im Landkreis Esslingen haben wir differenzierte und sehr gut ausgestattete Berufsschulen, die leistungsorientiert arbeiten und eine wichtige Ausbildungssäule für unsere Wirtschaft sind. Den größten Schüleranteil an den beruflichen Gymnasien, bilden die Jugendlichen mit Realschulabschluss. Wie der Übergang von der GMS zu den beruflichen Schulen gelingen soll, ist aufgrund der nicht vorhandenen Ergebnisse nach Klasse 10 noch fraglich. „Die Zahl der Kinder mit Realschulabschluss, die ihr Fachabitur an unseren beruflichen Gymnasien im Landkreis Esslingen absolvieren, ist beachtlich und berufsorientiert. Diese wertvolle Ausrichtung ist bei unserer Wirtschaft anerkannt und hochgeschätzt und darf nicht den Experimenten der Grün-Roten-Landesregierung zum Opfer fallen“, sagt Kreisrätin und stellv. Fraktionsvorsitzende Ilona Koch.

Der Landkreis Esslingen hat eine florierende Wirtschaft. Diese stellt mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung als besetzt werden können und sie klagt über Fachkräftemangel. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken ist es dringend notwendig den Fokus auf die etablierten Schulen zu lenken. Es ist aus unserer Sicht deshalb kontraproduktiv ausschließlich in neue Schulformen zu investieren und über finanziellen Druck diese zwanghaft zu installieren.

Für die Schullandschaft in unserer Stadt bleibt für die Zukunft weiter zu befürchten, dass politischer Druck auf die Realschule und die Gymnasien entsteht. Hinweis dafür ist der hektische Umgang der Grün-Roten-Landesregierung mit dem Gutachten der Wissenschaftler. Eine bereits erfolgte Richtigstellung der teilnehmenden Universitäten und Hochschulen dementiert jedoch nicht die erfolgte Veröffentlichung der Ergebnisse, sondern versucht lediglich zu rechtfertigen warum diese Ergebnisse geheim gehalten werden sollten.

„Wir fordern daher die Landesregierung auf, das Gutachten der Öffentlichkeit vorzulegen. Wir verweisen gleichzeitig auf die immer wieder geforderte Transparenz der jetzigen Landesregierung“, so die einstimmige Aussage von Ilona Koch und Claudia Zöllmer. „Es war richtig und wichtig diese wissenschaftliche Begleitung zu beauftragen, aber der Umgang der Auftraggeber mit den Ergebnissen ist verheerend“, so die Stadtverbandsvorsitzende Claudia Zöllmer abschließend.


Claudia Zöllmer                                                                              

Vorsitzende des CDU Stadtverbands LE 

 

 Ilona Koch

 Stell. Fraktionsvorsitzende und Kreisrätin der CDU LE

 

 
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