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17.10.2015

Michael Hennrich bei der Hauptversammlung des VDK Kreisverbands Nürtingen in Wolfschlugen

Sorge um Qualität der Patientenberatung

22.10.2015, —

 

Konferenz des VdK-Kreisverbands Nürtingen in Wolfschlugen

Vor Kurzem hielt der VdK-Kreisverband Nürtingen in den „Hexenbannerstuben“ in Wolfschlugen seine Kreisverbandskonferenz ab. Wie ein roter Faden zog sich die derzeitig sehr prekäre und schwierige Situation im Flüchtlingswesen durch den Inhalt der Grußworte.

WOLFSCHLUGEN (ma). So nahm Bürgermeister Matthias Ruckh sein Grußwort zum Anlass, von der Politik konkrete Rahmenbedingungen für die Kommunen einzufordern. Die Politik müsse detailliert Stellung nehmen. Dem Sozialverband VdK dankte er für seine beachtenswerten Leistungen in sozialen Bereich.

Grußworte sprachen auch die Bundestagsabgeordneten Rainer Arnold (SPD), Matthias Gastel (Grüne) und Michael Hennrich (CDU).

Katharina Kiewel, Sozialdezernentin im Landkreis Esslingen, betrachtete den Sozialverband VdK mit seinen 1,7 Millionen Mitgliedern als eine sehr einflussreiche Organisation in Deutschland, deren Arbeit sich auch in etwa mit der Arbeit eines Sozialdezernats decke. Sie würdigte die Einflussnahme des Sozialverbands auf die Sozialpolitik.

Roland Sing, Vizepräsident des VdK Deutschland, der im September mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet worden war, sprach in seinem Referat einige Eckpunkte der Sozialpolitik an, so die Zusatzbeiträge in der Krankenversicherung, die von den gesetzlich Krankenversicherten allein getragen werden müssten: „Es darf nicht sein, dass die steigenden Ausgaben allein zu Lasten der Versicherten gehen. Die Arbeitgeber müssen sich wieder paritätisch an der Finanzierung beteiligen.“

Die Barrierefreiheit bezeichnete er als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der VdK werde demnächst in einer Kampagne aufzeigen, wo Veränderungen notwendig seien. Außerordentlich bedaure der VdK, dass die Unabhängige Patientenberatung, deren Träger bisher der VdK Deutschland, die Verbraucherzentrale und der Verbund unabhängige Patientenberatung waren, vom GKV-Spitzenverband im Einvernehmen mit dem Bundespatientenbeauftragten Karl-Josef Lauman (CDU) dem Callcenter-Unternehmen Sanvartis, das schon für einige Krankenkassen tätig war, übertragen worden sei. Der Sozialverband VdK sehe künftig die Unabhängigkeit und Qualität der Beratung in Gefahr: „Die Praxis wird zeigen, ob ein krankenkassennahes Unternehmen den Anspruch der Unabhängigkeit weiterhin erfüllen wird.“

Auch beim VdK-Landesgesundheitstag in Stuttgart habe der VdK dieses Thema aufgegriffen. Er wolle dafür Sorge tragen, dass in Baden-Württemberg durch den Sozialverband VdK eine vertrauensvolle, unabhängige Beratung weiterhin gewährleistet werde.

Im Rahmen seines Geschäftsberichts ging der Kreisverbandsvorsitzende Klaus Maschek aus Bempflingen kurz auf einige der wichtigsten Themen in der Sozialpolitik während des Jahres ein. Erfreulich sei, dass das zweite Pflegestärkungsgesetz eine alte und nachhaltige Forderung des VdK aufgreife und der Pflegebedürftigkeitsbegriff neu definiert werde. Ebenso setze das neue Leistungsrecht das Ziel des neuen Pfegebedürftigkeitsbegriffs systematisch um, Hilfen zum Erhalt der Selbstständigkeit und der verbliebenen Fähigkeiten bereitzustellen. Fünf für alle Pflegebedürftigen einheitlich geltende Pflegegrade ersetzten nun das bisherige System der drei Pflegestufen. Die bisherigen Leistungen für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz würden jetzt in das reguläre Leistungsrecht integriert. Sein Fazit: „Alle Pflegebedürftigen erhalten damit gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung“, so Maschek.

Neue Gesetze brächten Verbesserungen

Bei aller Skepsis müsse aber gewürdigt werden, dass das seit dem 23. Juli geltende Versorgungsstärkungsgesetz und das zweite Pflegestärkungsgesetz erhebliche Verbesserungen enthielten.

Der VdK-Kreisverband, dem 22 Ortsverbände angehören, zählt aktuell 2495 Mitglieder. Die Tendenz zeige nach oben. Die Sprechstunden in den Geschäftsstellen in Nürtingen und Kirchheim sowie die Sprechzeiten des VdK-Rechtsreferenten seien Anlaufstellen für viele Rat suchende Menschen. Auch das Beratungsangebot in den Ortsverbänden werde gut in Anspruch genommen. Der Vorsitzende wies darauf hin, dass der VdK-Rechtsschutz im vergangenen Jahr allein in Baden-Württemberg über 11 880 Verfahren abgewickelt und circa 8,4 Millionen Euro an Nachzahlungen für die Mitglieder erstritten habe.

Ein kleiner Wermutstropfen sei, dass es einigen Ortsverbänden des Kreisverbands schwerfalle, ihre Ortsverbandsvorstände gemäß der Satzung zu besetzen. Hier müsse ein Weg gefunden werden, der dieses Problem beseitige.

Kassierer Hans Scharpf aus Ötlingen gab den Kassenbericht, Roland Sigg, Wendlingen, und Dieter Kimmerle, Bempflingen, bescheinigten ihm eine ordnungsgemäße Kassenführung. Die Entlastung des gesamten Kreisverbandsvorstands, die einstimmig erfolgte, wurde vom Vorsitzenden des gastgebenden VdK-Ortsverbands Wolfschlugen, Georg du Mont, beantragt. Bei Wahlen wurde der bisherige Kassenprüfer Roland Sigg, Wendlingen, zum Kreisverbandsschriftführer gewählt. Neue Kassenprüferin wurde Cornelie Willigerode, Bempflingen. Als Beisitzer wurden gewählt Thomas Mitsch und Rolf Edel, beide Wendlingen. Die Amtszeit der Gewählten läuft bis zum regulären Kreisverbandstag im Jahr 2017.

 

Die Pressemittelung des VDK wurde uns freundlicherwiese von Herrn Klaus Maschek, Kreisvorsitzender des VDK Kreisverbands Nürtingen zur Verfügung gestellt- an dieser Stelle herzlichen Dank dafür!

 
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