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20.07.2015

Kunzmann beklagt Ungleichbehandlung der Schularten

Zahl der Vorbereitungsklassen wird steigenden Flüchtlingszahlen nicht gerecht

“In dieser Deutlichkeit habe ich das nicht erwartet“, erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Thaddäus Kunzmann nach Durchsicht der Zuweisungen des Landes für Ergänzungsstunden an den allgemeinbildenden Schulen des Landkreises Esslingen. Von 2010/2011 bis 2014/2015 ging die Zahl der Ergänzungsstunden an den Realschulen von 455 auf 170 Stunden zurück. Das entspricht einer Reduzierung um 63 Prozent. Auch die Grund-, Haupt- und Werkrealschulen leiden unter einem Rückgang der Zuweisungen auf die Hälfte. An den Gymnasien wurden die Ergänzungsstunden um 15 Prozent zurückgefahren. Das geht aus der Antwort von Kultusminister Andreas Stoch (SPD) auf eine kleine Anfrage des Abgeordneten Kunzmann hervor.

Massiv erhöht haben sich dagegen die Ergänzungsstunden in der Gemeinschaftsschule. Von 2013/14 auf 2014/2015 ging die Zahl um 423 Prozent nach oben. „Selbst wenn man berücksichtigt, dass in diesem Zeitraum auch die Schülerzahlen an der Gemeinschaftsschule stiegen, ist das doch ein deutlich überproportionaler Anstieg“, so Kunzmann. Die Landesregierung schichtet massiv Ressourcen anderer Schularten auf die Gemeinschaftsschule um. Das ist eine bewusste, ideologisch getriebene Vernachlässigung erfolgreicher Schulmodelle. Als CDU lehnen wir dies ab. Schulen dürfen sich ruhig im gegenseitigen Wettbewerb messen – aber zu fairen und vergleichbaren Rahmenbedingungen. Ungleichbehandlungen sind für uns nicht tragbar.

Flüchtlingszahlen steigen, Vorbereitungsklassen werden weniger

Sehr verwundert zeigt sich Thaddäus Kunzmann, dass die Zahl der Vorbereitungsklassen an den Grundschulen des Landkreises im Schuljahr 2014/2015 mit nur 44 Klassen unter den Werten von 2012/2013 zurückbleibt. „Angesichts rasant steigender Flüchtlingszahlen passt das nicht zusammen. Ich erwarte von der Landesregierung, dass sie hier alles tut, um Integration durch entsprechende Sprachangebote möglich zu machen. Die Lernsituation in der Grundschule darf nicht unter mangelnder Sprachkompetenz von Schülern leiden, die wegen fehlender Vorbereitungsklassen in den Regelklassen verbleiben müssen.“

In Vorbereitungsklassen erhalten Kinder mit nichtdeutscher Herkunftssprache und ohne ausreichende Kenntnisse in Deutsch entsprechende Sprachförderung, bis ein Wechsel in eine Regelklasse möglich ist. Ergänzungsstunden werden den Schulen für Förderangebote und AGs zur Verfügung gestellt.

 

Hier finden Sie die Kleine Anfrage des Abgeordneten und die Antwort der Landesregierung

 
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