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11.12.2015

Michael Hennrich zu Besuch bei einer Versammlung der BKK Scheufelen in Kirchheim

Im Rahmen einer Versammlung ehrte die BKK Scheufelen mehrere Ehrenamtliche für ihre langjährige Tätigkeit im Verwaltungsrat der BKK Scheufelen. Im Einzelnen wurden folgende Personen geehrt.

40 Jahre – Hans-Josef Gans (Lenningen – Hochwang)

30 Jahre – Kurt Holzweiß (Lenningen)

10 Jahre – Jürgen Goll (Kirchheim Teck)

10 Jahre – Gerd Kühnle (Nürtingen)

10 Jahre – Heinz Lamparter (Lenningen)

10 Jahre – Karl Schwarz (Oberboihingen)

nicht anwesend waren:

10 Jahre – Bruno Foldenauer (Lenningen)

10 Jahre – Stefan Lederle (Göppingen)


Im Anschluss berichtete der Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich über die aktuellen Entwicklungen in der Gesundheitspolitik.

Dieses Jahr seien - so der Bundestagsabgeordnete - viele gute Gesetze auf den Weg gebracht worden, bei denen die Qualität der Versorgung ganz oben stünde.

Das Krankenhausstrukturgesetz stärke die Qualität der Krankenhausversorgung und sorge für mehr Pflegekräfte am Krankenbett. Die ursprünglich vom Bundesgesundheitsministerium geplanten Kürzungen konnten deutlich abgemildert werden, führte Hennrich aus. Damit hätten die Krankenhäuser wieder mehr Planungssicherheit. Gerade die Krankenhäuser im Landkreis Esslingen profitieren in besonderem Maße von den Veränderungen. Nach Rechnung des Kirchheimer Abgeordneten bedeute dies eine finanzielle Entlastung in Höhe von mehr als 2 Millionen Euro pro Jahr.

Mit dem Ersten Pflegestärkungsgesetz erhielten alle rund 2,7 Millionen Pflegedürftigen in Deutschland bereits seit dem 1.1.2015 mehr Leistungen. Die Leistungen für die ambulante Pflege seien um rund 1,4 Mrd. Euro erhöht worden, für die stationäre Pflege um rund 1 Mrd. Euro. Auch die Leistungen für die Pflege zu Hause seien deutlich verbessert worden, pflegende Angehörige würden in höherem Maße entlastet. Die Unterstützungsangebote für die Pflege zu Hause seien ausgeweitet worden sowie die Zahl der zusätzlichen Betreuungskräfte in stationären Pflegeeinrichtungen deutlich erhöht, formulierte Hennrich die wesentlichen Inhalte.

Mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz würden der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein neues Begutachtungsverfahren eingeführt. Die bisherige Unterscheidung zwischen Pflegebedürftigen mit körperlichen Einschränkungen und Demenzkranken würden wegfallen. Im Zentrum stehe der individuelle Unterstützungsbedarf jedes Einzelnen. Dadurch würde die Pflegeversicherung auf eine neue Grundlage gestellt, so der Bundestagsabgeordnete. Wichtig sei darüber hinaus, dass die pflegenden Angehörigen einen eigenen Beratungsanspruch gegenüber den Pflegekassen hätten.

Des weiteren erläuterte er, dass mit dem E-Health-Gesetz der Fortschritt im Gesundheitswesen vorangetrieben würde. Dabei stünden Patientennutzen und Datenschutz im Mittelpunkt. Eine sichere digitale Infrastruktur verbessere die Gesundheitsversorgung und stärke die Selbstbestimmung der Patienten – das bringe echten Nutzen für die Versicherten. Viel verspricht sich der CDU Abgeordnete insbesondere von dem Anspruch der Versicherten auf einen Medikationsplan. Wer mehrere Medikamente einnehmen müsse, könne sich künftig einen Medikationsplan erstellen lassen um schädigende Wechselwirkungen möglichst zu vermeiden.

Eine spannende Diskussion entwickelte sich um das Thema paritätische Finanzierung der Krankenversicherung. Der Kirchheimer Abgeordnete machte deutlich, dass er zwar eine Rückkehr zur vollen Parität ablehne; stellte aber in Aussicht, dass ab einer bestimmten Belastung für die Arbeitnehmer auch darüber nachgedacht werden müsse, den paritätisch finanzierten Beitragssatz von derzeit 14,6% zu erhöhen. „Wenn der Arbeitnehmer mehr als 2% des Krankenversicherungsbeitrages allein finanzieren muss, werden wir reagieren“, so Hennrich. 

 
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