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16.04.2015

Pflegedialog mit Michael Hennrich

Bundestagsabgeordneter besucht Pflegeheim

In der vergangenen Woche besuchte Michael Hennrich das Dr.-Vöhringer-Heim -eine Einrichtung der Samariterstiftung- in Oberensingen sowie das DRK-Seniorenzentrum Haus am Schönrain in Neckartenzlingen. Den Abgeordneten, der Mitglied des Bundestagsausschusses für Gesundheit ist, interessierte vor allem, wie sich das neue Pflegestärkungsgesetz in der Arbeit vor Ort bewährt.

"Sagen Sie ganz offen: was kommt an von dem, was wir in Berlin versuchen auf den Weg zu bringen" fragte Hennrich in den Einrichtungen nach. "Es ist schön zu erleben, dass sich Abgeordnete ernsthaft und differenziert mit der Situation der Pflege vor Ort beschäftigen“, freute sich Thomas Kaiser, Leiter des Dr.-Vöhringer-Heims. Die Betreuung der Bewohner habe sich seit Anfang des Jahres deutlich verbessert. Zeit für die zu Pflegenden zu haben, sei der entscheidende Qualitätsfaktor. Diese Zeit wiederum stärke auch die Motivation der Mitarbeiter, die oftmals ihre Aufgabe nicht nur als Beruf, sondern als Berufung empfänden. Insofern tue jede Erhöhung des Pflegeschlüssels gut.

Bei der Diskussion in Neckartenzlingen ging es unter anderem um die Notwendigkeit einer Entbürokratisierung in der Pflege. Hausleiterin Simone Herzog sprach hier unter anderem die Probleme bei der Dokumentationspflicht an. Hennrich verwies jedoch darauf, dass diese nicht vom Gesetzgeber gewollt seien, sondern häufig erst in nachgeordneten Gremien entstünden.

Ebenfalls diskutiert wurden die mangelnde Anerkennung und die überwiegend geringe Bezahlung von Pflegekräften. Das führe auch dazu, dass es zunehmend schwieriger werde qualifiziertes Personal zu finden. Hennrich betonte, dass hier - insbesondere bei der Entlohnung- etwas geschehen müsse. Er habe den Eindruck, dass hier in der Bevölkerung ein Umdenkprozess einsetze. „Gute Pflege muss uns allen – nicht nur Politik, sondern auch Betroffenen und Angehörigen etwas wert sein“, so Hennrich.

In einem Rundgang durch das Dr.-Vöhringer-Heim hatte sich Hennrich die unterschiedlichen Wohngruppen nach dem Umbau zu Hausgemeinschaften zeigen lassen. "Ich kannte das Modell der Hausgemeinschaften, aber es war mir wichtig, intensiver direkt vor Ort zu sehen, wie eine Hausgemeinschaft gelebt wird. Insbesondere war mir wichtig, die verschiedenen Stufen der demenziellen Erkrankungen wahrzunehmen, die unterschiedliche Lösungen erfordern."

In neun Wohngruppen nach dem Hausgemeinschaftsprinzip werden im Dr.-Vöhringer-Heim 163 Bewohner betreut. Jede Wohngruppe besitzt einen separaten Wohn-, Ess- und Küchenbereich, in dem alle Mahlzeiten durch eine Alltagsbegleiterin zubereitet werden. In den Wohnbereichen haben die Bewohner außerdem die Gelegenheit, Zeit miteinander zu verbringen und an gemeinsamen Aktivitäten teilzunehmen, die durch Betreuungskräfte organisiert werden.

Das vom Deutschen Roten Kreuz betreute „Haus am Schönrain verfügt über insgesamt 46 Einzel sowie 8 Doppelzimmer neben einer Kurzzeit- und Dauerpflege wird auch betreutes Wohnen angeboten.

 
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