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20.04.2015

Michael Hennrich zum Tag der Arbeit

Der Tag der Arbeit blickt in diesem Jahr auf eine 125-jährige Geschichte zurück. Im Jahr 1890 gingen erstmals Arbeiterinnen und Arbeiter zeitgleich in vielen Städten in Europa und den USA an einem 1. Mai auf die Straße, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Es gehörte damals Mut dazu, für seine Forderungen einzutreten. Bei Streiks und Arbeitskämpfen, die sich gegen die schlechten, ja unzumutbaren Arbeitsbedingungen jener Zeit wandten, kam es oft zu blutigen Zusammenstößen. Und die Gewerkschaften waren noch weit davon entfernt, wie heute als gleichberechtigte Partner anerkannt zu sein. Im Deutschen Reich folgten 1890 etwa 100.000 Arbeiterinnen und Arbeiter dem Aufruf, obwohl ihnen die Unternehmerverbände Sanktionen angedroht hatten. Doch ihr Wille, ihre soziale Situation zu verbessern, war größer. Und mit ihrer Bereitschaft, an jenem 1. Mai an Streiks und Demonstrationen teilzunehmen, schrieben sie und ihre Kolleginnen und Kollegen in aller Welt, schrieben sie Geschichte.

In den folgenden 125 Jahren haben die Gewerkschaften viel erreicht, um die Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeiter zu verbessern.

Doch die Ziele, die die Menschen damals vor 125 Jahren umtrieben, sind unvermindert aktuell. Heute wie damals geht es um soziale Gerechtigkeit, um das Einfordern von Solidarität. Gute, auskömmliche Arbeit, faire Bezahlung – mit diesen Forderungen hat sich Politik gerade in den zurückliegenden Monaten intensiv auseinander gesetzt.

Die Beschäftigungszahlen in Deutschland und insbesondere im Kreis Esslingen bewegen sich auf einem unverändert hohen Niveau. Ebenso erfreulich ist, dass die allermeisten Schulabgängerinnen und Schulabgänger einen Ausbildungsplatz finden und gut in ihr Berufsleben starten können. Und dank guter Tarifabschlüsse sowie des gerade eingeführten Mindestlohns stehen viele Beschäftigte finanziell besser da.

Allerdings müssen wir auch beachten, dass durch das Mindestlohngesetz in Gang gebrachte Bürokratie den Bogen nicht überspannt. Denn am Ende wäre niemandem gedient, wenn gerade kleinere Unternehmen von Einstellungen absehen würden, weil Sie überbordende bürokratische Anforderungen sie abschreckten.

Eine ausgewogene Balance zwischen den Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie einem gesetzgeberischem Rahmen auf der einen Seite und unternehmerischer Freiheit auf der anderen Seite, muss unser Ziel im Sinne größtmöglicher und bestmöglicher Beschäftigung sein. Dem gilt auch mein Engagement in der Politik.

 
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