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28.04.2015

Drastische Zunahme beim Wohnungseinbruchdiebstahl im Kreis Esslingen

Thaddäus Kunzmann fordert gezieltes Handeln von der Landesregierung

Die Kriminalitätsentwicklung bereitet immer mehr Menschen im Landkreis Sorgen. Der CDU-Landtagsabgeordnete Thaddäus Kunzmann hat im Innenministerium nachgehakt und sich mit den aktuellen Zahlen versorgen lassen. Deren Analyse zeigt vor allem beim Wohnungseinbruchsdiebstahl erschreckende Zunahmen. Aber auch bei besonders schweren Diebstählen und bei Rauschgiftdelikten geht die Entwicklung nach oben.

„Baden-Württemberg gehörte immer zusammen mit Bayern zu den sichersten Bundesländern“, berichtet Kunzmann im Rückblick. Dieses subjektive Sicherheitsgefühl sei angesichts der deutlichen Zunahme bei den Einbruchsdiebstählen bei vielen Menschen in meinem Wahlkreis mittlerweile massiv angekratzt.

Kunzmann dazu: „Die grünrote Landesregierung ist sicherlich nicht schuld daran, dass diese Banden nach Baden-Württemberg kommen und unsere Häuser ausräumen. Aber sie trägt die Verantwortung dafür, dass die Polizei auf diese Herausforderung nur unzureichend vorbereitet ist. Weil sie über zwei Jahre mit einer missratenen Polizeireform beschäftigt wurde, die die Polizisten in ihrem Lebensalltag verunsichert hat.“

Mit 669 Einbrüchen im Jahr 2014 haben sich Wohnungseinbruchsdiebstähle gegenüber 2011 (302 Einbrüche) mehr als verdoppelt (122 Prozent). Die Aufklärungsquote sank in der gleichen Zeit von 14,7 auf nur noch 6,1 Prozent. Besonders stark zugenommen haben die Delikte im Bereich der Polizeireviere Filderstadt (plus 207 Prozent) und Kirchheim (plus 204 Prozent). Nürtingen liegt mit 106 Prozent etwas unter dem Kreisschnitt. In Esslingen liegt die Zunahme dagegen „nur“ bei 45 Prozent.

Für den Abgeordneten deutet dies darauf hin, dass offenbar die Autobahnnähe eine gewisse Rolle spiele. „Wir haben es mit organisierten Banden zu tun, die aus Osteuropa einreisen und hier auf eine gute Logistik zurückgreifen.“ Unter den 49 im vergangenen Jahr ermittelten Tätern sind 17 Deutsche. Unter den 32 Ausländern sind unter anderem 11 aus Georgien sowie 5 türkischer und 4 polnischer Nationalität.

„Jeder Wohnungseinbruch ist auch ein Einbruch in das Vertrauen der Menschen auf ihre eigene Unversehrtheit. Darum ist die Landesregierung gefordert, rasch wirksame Maßnahmen zu ergreifen, damit die Bürgerinnen und Bürger im Kreis sich wieder sicher fühlen können“, fordert Kunzmann.

Informationsveranstaltungen und Kooperationen mit den Kommunen alleine reichten nicht, um die Situation in den Griff zu bekommen, so Kunzmann. Ermittlungen und Präventivmaßnahmen müssten mit ausreichend Personal gezielt dort ansetzen, wo die Deliktschwerpunkte lägen. Am Ende müsse sich die Landesregierung nun sehr kurzfristig daran messen lassen, wie sich die Straftaten entwickelten.

Neben den Wohnungseinbruchsdiebstählen haben sich auch die besonders schweren Fälle des Diebstahls (plus 20 Prozent) sowie Rauschgiftdelikte (plus 32 Prozent) in den vergangenen drei Jahren deutlich nach oben entwickelt.


Die Anfrage sowie die Antworten der Landesregierung

 
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