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24.09.2014

Amtsblatt KW38

Bildung ist ein Thema,

das nicht nur in Leinfelden-Echterdingen heftig diskutiert wird. Nein, im gesamten Bundesland stellen wir eine Unzufriedenheit der Bürger mit den Zuständen in der Bildung fest. In den vergangenen Monaten haben viele Eltern und Lehrer immer wieder an die Landesregierung appelliert und um Verbesserung der Ressourcen, vor allem an den Realschulen gebeten. Bis auf Lippenbekenntnisse kam nichts aus dem Kultusministerium zurück. Gerade die Realschulen stehen vor der Herausforderung einer zunehmend heterogenen Schülerscharr und benötigen dringend zusätzliches Personal, um auf die verschiedenen Begabungen, Stärken und Schwächen der Kinder einzugehen. Am Samstag, 09. August 2014, kam schlussendlich ein Artikel in den Stuttgarter Nachrichten, der das berühmte Fass nun endgültig zum Überlaufen brachte. Es steht fest, dass 4100 Schüler/Innen in BW ihre Klassenziele nicht erreichen konnten, d.h. im Schuljahr 2013/14 sind es 4,4% der Realschüler und 1,6% der Gymnasiasten im Vergleich zu 2011/12 waren es 0,7% Realschüler und 0,4% Gymnasiasten (Zahlen der 5. Klassen). Ob das Ministerium eigentlich eine Ahnung hat wie sich Schüler fühlen, wenn sie eine Klasse nicht schaffen? Wie es ist, ein Schuljahr zu arbeiten, sich immer wieder zu motivieren und es dann doch nicht packt? Wie es ist, nach dem Schulwechsel im Anschluss an die 4. Klasse ein oder zwei Jahre später wieder in eine neue Klasse mit unbekannten Gesichtern zu kommen und als Bildungsverlierer dazustehen? Wie sich Lehrer fühlen, wenn sie ein Schuljahr lang die Kinder-unsere Kinder-an die Hand nehmen und sie immer wieder aufbauen? Das Lehrer sich oftmals weit über ihre Grenzen hinaus für unsere Kinder, für einen Klassenzusammenhalt einsetzten und merken, es war anscheinend vergeblich? Wie müssen sich Eltern fühlen, wenn man ihnen Bildungsgerechtigkeit und freie Schulwahl der weiterführenden Schule garantier, dann jedoch feststellen, dass ihr Kind nicht über die Klassen 5/6 hinauskommen? Eltern, die ihren Kindern sagen und erklären müssen, dass die Anstrengung und das Durchhaltevermögen nicht reicht. Es ist ein Trugschluss anzunehmen, alles wird gut durch eine Gemeinschaftsschule! Warum brauchen wir eine solche Schulart? Vor Ort haben wir sehr gute und erfolgreiche weiterführende Schulen, da sollten wir uns doch alle einig sein! Unterstützen wir diese! 

 
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