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07.10.2014

Modellversuch zur Entbürokratisierung in der häuslichen Krankenpflege stößt auf positive Resonanz

CDU-Landtagsabgeordnete besuchen Sozialstation Wendlingen

„Wir stehen für eine möglichst bürokratiearme, zukunftsorientierte Pflege“, resümierte der CDU-Abgeordnete Thaddäus Kunzmann und Obmann in der Enquete-Kommission Pflege im Landtag seine Eindrücke. „Mit dem Modellversuch ist ein richtiger Weg eingeschlagen worden. Wir begrüßen, dass die Krankenkassen Ärzte und Pflegeeinrichtungen die Bürokratie auf ein Minimum reduzieren. Denn am Ende muss möglichst viel Pflege und Zuwendung am Bett der Patienten ankommen.“

Bei der Vor-Ort-Aktionen der Landtagsfraktion informierten sich neben den Thaddäus Kunzmann und dem Wahlkreisabgeordneten Karl Zimmermann sieben weitere Mitglieder des Arbeitskreises „Enquete Pflege“. Manfred Braun, Leiter der Sozialstation und Pflegedienstleiterin Claudia Haußmann-Schaaf betonten die Bedeutung einer gut organisierten Pflege und die Notwendigkeit vereinfachter und kürzerer Genehmigungsverfahren.

In dem Modellversuch arbeiten die Sozialstation Wendlingen, mehrere Ersatzkassen und Vertragsärzte unter wissenschaftlicher Begleitung der Fachhochschule Esslingen zusammen. Ziel ist es, durch optimierte Zusammenarbeit sowie eine Stärkung der Mitentscheidung der Pflegedienste, das Vertrauen aller Beteiligten untereinander zu steigern und die Bürokratie spürbar abzubauen. Durch den Abbau der Bürokratie könnten die Pflegkräfte entlastet und somit die Qualität in der Pflege erhöht werden.

So wird im Modellversuch nach Diagnosestellung durch den Arzt seitens des Pflegedienstes ein  Pflegeprofil für die Patienten erstellt. Die Freigabe der erforderlichen Maßnahmen erfolgt dann lediglich noch durch den Arzt. Kassenseitig werden die Verordnungen nur noch akzeptiert. Das frühere Genehmigungsverfahren entfällt.

Für Karl Zimmermann und Thaddäus Kunzmann könnte das Modellverfahren richtungsweisend sein. „Wenn sich das neue Vertrauen in der Praxis bewährt, gewinnen vor allem die Patienten, weil sie zügig und unkompliziert die erforderlichen Verordnungen erhalten“, erklärte Thaddäus Kunzmann nach dem Dialog. Karl Zimmermann sieht auch wirtschaftliche Aspekte: „ Wenn sich das dann auch noch in personeller und finanzieller Entlastung niederschlägt, ist allen Seiten gedient.“

Der Modellversuch läuft noch bis Ende des Jahres. Dann sollen die gewonnenen Erkenntnisse noch einmal abschließend auf den Prüfstand.

 
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