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14.11.2014

Michael Hennrich bei der Ausstellungseröffnung "Wahlen und Lokaljournalismus" in Nürtingen

Ausstellungseröffnung „Wahlen und Lokaljournalismus“ in der NZ-Geschäftsstelle mit dem CDU-Abgeordneten Michael Hennrich

Bürgernah, kritisch, glaubwürdig, innovativ oder bodenständig – so begleiten Lokalzeitungen Politiker. Die Berichterstattung in Wahlkampfzeiten hat der Verband der Lokalzeitungen (VdL) zu einer Ausstellung aufbereitet, die bis 24. November in der NZ-Geschäftsstelle gezeigt wird. Am Freitag wurde sie mit einem Grußwort von MdB Michael Hennrich eröffnet.

NÜRTINGEN. Zeitungen wollen das Interesse an Politik wecken, die Arbeit der Mandatsträger transparenter machen und aufzeigen, wie sich in Berlin getroffene Entscheidungen auf lokaler Ebene auswirken. Jede Redaktion hat hier ihre eigenen Ideen. Um den Blick auf aktuelle Themen und die Kandidaten zu lenken, müssen auch Redaktionen kreativer werden. „Es reicht längst nicht mehr, über Wahlveranstaltungen zu berichten, bei denen neben fünf Parteimitgliedern noch zwei interessierte Bürger sitzen“, sagte NZ-Redaktionsleiterin Anneliese Lieb am Freitag zur Eröffnung der VdL-Wanderausstellung in der Geschäftsstelle der Nürtinger Zeitung Am Obertor. Die Ausstellung zeigt, an Kreativität ist in den Redaktionen kein Mangel und dennoch wird es zunehmend schwieriger, gerade die junge Generation für Politik zu interessieren. „Jeder hat fast unbegrenzten Zugriff auf Informationen und kann immer und überall neue Bilder und Texte oder Messages abrufen – deutlich erkennbar sind aber auch die zunehmenden Probleme, die Informationsflut einzuordnen und zu sortieren“, so Anneliese Lieb. Der Medienkonsum habe sich mit der Generation Internet verändert. Darauf zu reagieren, stelle Verlage und Redaktionen in den nächsten Jahren vor große Herausforderungen.

Einfacher macht das Medienverhalten auch die Arbeit der Politiker nicht, wie der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich bestätigte. Es sei ein gutes und starkes Signal, „wenn Lokalzeitungen sich beteiligen und aufzeigen, wie wichtig der Lokaljournalismus für die Politik ist“. Journalisten seien Meinungsbildner und Meinungsmacher, zeitweilig zur Freude, gelegentlich aber auch zum Missfallen der Politiker, stellte Hennrich fest.

Lokalzeitungen sind näher an den Wählern dran

An Lokalzeitungen schätzt der CDU-Bundestagsabgeordnete, dass sie Politik für Leser greifbarer und konkreter machen, ihnen die Chance bieten, sich einzumischen, und Themen langfristiger verfolgen. Es schmeichle auch ihm, wenn er im Handelsblatt oder in der FAZ erwähnt werde – „das tut dem Selbstbewusstsein gut“ – letztlich sei aber die Lokalzeitung näher am Wähler dran und ein Bericht dort bringe mehr. Und wenn man die „Like-Zahlen“ auf Facebook mit der Leserzahl einer Lokalzeitung vergleiche und dann noch die echten Facebook-Freunde aussortiere, habe die Printausgabe der Lokalzeitung weit die Nase vorn. Das heißt aber nicht, dass Hennrich die sozialen Netzwerke nicht für seine Zwecke nutzt. „Sie haben den Vorteil, dass man schneller mit den Menschen kommunizieren kann.“

Michael Hennrichs Wunsch an die Medien: mehr Selbstkritik. Die Messlatte, die Journalisten bei Politikern anlegen, wünscht sich der Gesundheitsexperte im Deutschen Bundestag auch bei der Arbeit in den Redaktionen. Fragen müssten sich die Medien auch, ob es ihnen immer gelinge, die Stimmung in der Bevölkerung abzubilden.

Im Gespräch mit den Ausstellungsbesuchern beantwortete Hennrich noch aktuelle politische Fragen, so zum Beispiel zum Thema Mindestlohn, dessen Umsetzung im Bereich der Austräger derzeit auch den Medienhäusern, so NZ-Verlegerin Monika Krichenbauer, großes Kopfzerbrechen bereite.

Michael Hennrich, darauf verwies Christian Fritsche, Geschäftsführer des Senner-Verlags, ist übrigens der erste NZ-Zeitungspate, er schenkt dem Hölderlingymnasium für ein Jahr ein Zeitungsabo (wir berichteten.) Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgten die beiden Saxophonisten Sascha Schröter und Oliver Wieczorek.

Die Ausstellung „Wahlen und Lokaljournalismus – Die Zeitungen werden gehört“ kann bis 24. November montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr in der NZ-Geschäftsstelle, Am Obertor, besichtigt werden.

Der Artikel sowie das Bild der Veranstaltung wurde uns freundlicherweise von Frau Anneliese Lieb von der Nürrtinger Zeitung zur Verfügung gestellt- an dieser Stelle herzlichen Dank dafür!

 

 

 

 
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