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10.02.2014

„Wertvolle Arbeit in schwierigen Lebensabschnitten“

Trauerarbeit gelingt oft über kreatives Arbeiten „Im Tun kommen wertvolle Gespräche zustande“, erklärte Katharina Steck dem CDU-Landtagsabgeordneten Thaddäus Kunzmann. Ein Beispiel für eine solche kreative Arbeit ist der Wandteppich der auf dem Foto im Hintergrund zu sehen ist.

Thaddäus Kunzmann besucht Kinderhospizdienst im Kreis Esslingen

Am 10. Februar ist Tag der Kinderhospizarbeit. Anlässlich dieses Tages besuchte der CDU-Landtagsabgeordnete Thaddäus Kunzmann den häuslichen Kinder-und Jugendhospizdienst des Kreises Esslingen. Nach dem Informations-. und Gedankenaustausch mit der Leiterin Katharina Steck zeigte der Abgeordnete sich beeindruckt von der Arbeit des Dienstes.

„Der Kinder-und Jugendhospizdienst leistet eine sehr wertvolle und anspruchsvolle Arbeit in einem für die betroffenen Familien sehr schwierigem Lebensabschnitt“, fasste Kunzmann nach dem Gespräch seine Eindrücke zusammen. Beim Kinder-und Jugendhospizdienst Esslingen arbeiten derzeit 22 ehrenamtliche Paten und zwei hauptamtliche Mitarbeiter in der Begleitung von schwerkranken Kindern und Jugendlichen, deren Geschwister und Eltern und auch von Kindern und Jugendlichen, die Abschied nehmen müssen von einem sterbenskranken Elternteil. Weitere neun Ehrenamtliche werden derzeit von Katharina Steck und Thomas Kubetschek, den beiden hauptamtlichen Kräften des Kinder-und Jugendhospizdienstes, geschult. In einer über 100 Stunden gehenden Kurstaffel werden die ehrenamtlichen Begleiter – in der deutlichen Mehrzahl Frauen – auf ihre anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet.

Der Kinder-und Jugendhospizdienst arbeitet aufsuchend, das heißt er kommt zu Kindern und Familien nach Hause oder in die Klinik. Der Dienst kann ab der Diagnosestellung in Anspruch genommen werden und die Begleitung erfolgt dann auch in der Trauer, wenn ein Kind oder Elternteil verstorben ist. Familien, die mit dem plötzlichen unvorhergesehenen Tod eines Kindes oder Elternteiles konfrontiert werden können ebenfalls Unterstützung erfahren. 

Die Paten bringen Zeit mit, hören zu, geben praktischen Rat und binden bei Bedarf auch weitere Dienste mit ein, berichtete Katharina Steck. Eingebunden werde der Hospizdienst meist über die entsprechenden Stationen der Krankenhäuser oder über die Mitarbeiterinnen der ambulanten Kinderkrankenpflege der Malteser. Zunehmend werde der Dienst aber auch immer bekannter, so dass viele Familien direkt Kontakt suchten.

Gegründet wurde der häusliche  Kinder- und Jugendhospizdienst vor 15 Jahren. Aus der ambulanten Kinderkrankenpflege des Malteser Hilfsdienstes entwickelte sich der Wunsch und Bedarf, sich Kindern und Jugendlichen zuzuwenden, die von schwerer Krankheit und Sterben betroffen sind. In Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche wurde die heutige Organisation ins Leben gerufen. Religiöse Weltanschauungen spielen bei der Arbeit des Dienstes keine Rolle. „Wir sind weltoffen aufgestellt“, versicherte Katharina Steck, „sowohl hinsichtlich der Paten als auch der hilfesuchenden Familien.“

Neben den Patendiensten spielen auch die Clowns des Kinderhospizdienstes eine wichtige Rolle. „Trauer und Lachen – beides darf sein“, so Katharina Steck. So gelinge es den Clowns gerade für trauernde oder kranke Kinder ein Stück Entspannung in den Familienalltag zu bringen.

Der Kinderhospizdienst finanziert sich zu zwei Dritteln aus Spenden. Ein Dritteln kommt aus Zuweisungen der Krankenkassen. Die Angebote des Dienstes sind dagegen kostenfrei. Thaddäus Kunzmann, der sich selbst als Stadtbeauftragter des Malteser Hilfsdienstes in Nürtingen ehrenamtlich engagiert, bedankte sich für die Arbeit des Hospizdienstes und sicherte seine Unterstützung als Politiker zu. “Ich habe hohen Respekt, vor der ehrenamtlichen und hochprofessionellen Leistung der Patinnen und Paten und dem überdurchschnittlichen Engagement im Hauptamt des Kinderhospizdienstes.“

 

Mehr Informationen: http://www.kinderhospizdienst.de/

 

 
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