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13.02.2014

Thaddäus Kunzmann besucht Rettungsdienst im Kreis Esslingen

„Rettungsdienste leisten hervorragende Arbeit in zunehmend schwierigerem Umfeld“

Der internationale Tag des Notrufs am 11. Februar war Anlass, dass sich Thaddäus Kunzmann, CDU-Landtagsabgeordneter, der selbst Stadtbeauftragter des Malteser Hilfsdienstes ist, zum Gedankenaustausch mit den Kollegen vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) traf. Neben DRK-Geschäftsführer Rafael Dölker und Rettungsdienstleiter Jürgen Vollmer saß auch Marc Lippe, Geschäftsführer und Leiter Rettungsdienst der Malteser im Landkreis, mit am Tisch.

Die Rettungsdienste im Kreis Esslingen bedienen nicht nur einen großen, sondern auch bevölkerungsstarken Landkreis. 10.400 Notarzteinsätze, 23.800 Einsätze des Rettungstransportwagens und 33.700 qualifizierte Krankentransporte verzeichneten DRK und Malteser im zurückliegenden Jahr. Bis zu 300 Einsätze an einem Tag verlangen den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Helfern jederzeit Höchstleistungen ab.

Der Besuch von Thaddäus Kunzmann war deshalb auch mehr als ein Höflichkeitsbesuch. In offener und vertrauter Atmosphäre wurden neben aktuellen Problemen der Rettungsdienste auch konstruktive Anregungen zu Themen gegeben, die den Abgeordneten in Kürze im Sozialausschuss des Landtags beschäftigen werden. Zum Beispiel bei der Ausbildung von Schülern in Erster Hilfe: Sowohl Jürgen Vollmer als auch Marc Lippe begrüßten die Anregung aus dem Parlament, ab Klasse 7 Erste-Hilfe-Unterricht in den Bildungsplan zu schreiben. „Das ist ein richtiger Ansatz“, so Jürgen Vollmer. „Ersthelfer sind der entscheidende Faktor in einer akuten Situation.“ Mit der Ausbildung von Schülern könne es nicht nur gelingen, die Erstversorgung und das Bewusstsein in der Bevölkerung zu verbessern. Marc Lippe verknüpfte damit auch Hoffnungen, Nachwuchs für das Ehrenamt in den Hilfs- und Rettungsdiensten zu gewinnen.

Ebenfalls einig waren sich die Vertreter beider Rettungsdienste beim Thema Kommunalisierung der Rettungsleitstellen. Der Landkreistag fordert, die Leitstellen, die derzeit von Feuerwehr und DRK betrieben werden, künftig in kommunale Hände zu legen. „Davon sind wir nicht begeistert“, klang es unisono aus der Runde. Kommunalisierung alleine bewirke gar nichts. Man fahre gut mit der zentralen Leitstelle in Esslingen, bei der Feuerwehr und Rettungsdienst in einem Raum sitzen. Auch die Zusammenführung der Notrufe auf die international einheitliche Notrufnummer 112 sei ein wichtiger Schritt gewesen.

Es sei wichtig, dass Hilferufe möglichst ohne Zeitverlust und langes Weiterverbinden an der richtigen Stelle ankommen und angemessene Hilfe ausgelöst wird. Genau das leiste das bestehende System. Durch die Zusammenführung der Hilfeersuchen von kassenärztlichem Notdienst und Rettungsdienst in der zentralen Leitstelle hätten sich beispielsweise auch die Anforderungen des Notarztes deutlich reduziert. „Man sei jetzt viel besser in der Lage, die passende Hilfe auf den Weg zu bringen und damit die Einsätze der sechs Notärzte im Kreis auf das Wesentliche zu konzentrieren“, so Rafael Dölker.

Natürlich gaben die Vertreter der Rettungsdienste dem Abgeordneten auch Wünsche mit auf dem Weg. So seien gerade in Baden-Württemberg die Zuweisungen der Krankenkassen für den Rettungsdienst mit 28 Euro stark unterdurchschnittlich, während in Hamburg beispielsweise 90 Euro je Versicherten fließen. Personalkostensteigerungen werden in der Regel nicht vollständig ersetzt. Und mit 85.000 Euro für die Anschaffung eines Rettungstransportwagens sei auch nur die notwendigste Grundinvestition gesichert. „Da würden wir uns schon wünschen, dass die ein oder andere geplante Prämienausschüttung der Krankenkassen im Rettungsdienst landet“, so Rafael Dölker mit einem Augenzwinkern.

 
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