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26.02.2014

Michael Hennrich zu Gast beim Kreisverband der Frauen Union Esslingen

Michael Hennrich MdB: Frauen im Fokus der großen Koalition

Die Vorsitzende der Frauen Union Kreisverband Esslingen, Cornelia Jathe, hatte in der vergangenen Woche den Nürtinger CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich zu einem politischen Gesprächsabend nach Kirchheim unter Teck in den Schwarzen Adler eingeladen. Thema des Abends war „Frauen im Fokus der großen Koalition – Lippenbekenntnis oder echter Fortschritt?“.

Die Vorsitzende, C. Jathe, ging in ihrer Begrüßungsansprache zuerst auf die Besetzung der Listen für den Gemeinderat, Kreistag sowie dem Regionalrat ein. Dabei sprach sie besonders die Besetzung durch Frauen an und machte deutlich, dass bestimmte Themen eben nur auf die Agenda eines politischen Gremiums kommen, wenn Frauen bereit sind, sich politisch zu engagieren.

Jathe forderte, dass den gut (und teuer) ausgebildeten Frauen auch die Berufschancen eröffnet werden müssten, die ihrem Potential entsprechen. Es müssten deutlich mehr Frauen in Führungspositionen gelangen, sowohl im gewerblichen Bereich wie auf allen Ebenen der Politik. Auch müsse über neue Modelle nachgedacht werden.

Im Gespräch um die relevanten Aspekte der Frauenpolitik im Koalitionsvertrag stand die Mütterrente als größter Erfolg fest. Damit werde es am dem 1.Juli 2014 einen zusätzlichen Entgeltpunkt geben für die Erziehungsleistung von Müttern und Vätern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. So werde eine Gerechtigkeitslücke geschlossen, erläutert der in Kirchheim lebende Hennrich. „Bisher wurde nur die Erziehungsleistung für Kinder, die nach 1992 geboren sind, umfassend anerkannt. Mit der Mütterrente wird nun einer wichtiger Schritt für die Anerkennung von Lebensleistung und Familienarbeit getan: Leistung von Arbeit in der Familie hat den gleichen Wert für die Gesellschaft wie Leistung in der Erwerbsarbeit. Der Zuschlag kommt auch gerade jenen Frauen zugute, zu deren Kindererziehungszeiten die Kinderbetreuungsangebote nicht vorhanden waren“, freut sich der Abgeordnete.  

Daneben gab es auch weitere wichtige Frauenthemen, über die Hennrich berichtete: „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein Dauerbrenner. Gerade Frauen haben häufig unterbrochene Erwerbsbiografien“ stellte er fest. Die Große Koalition wolle nun das Teilzeitrecht dahingehend weiterentwickeln, dass es ein Rückkehrrecht aus Teilzeitbeschäftigung gäbe, d.h. Anspruch auf befristete Teilzeit (wegen Pflege Angehöriger oder Kindererziehung). Zudem solle es flexiblere Elternzeit geben: 36 Monate Elternzeit sollen flexibler gestaltbar sein, d.h. 24 (anstelle bisher 12) Monaten sollen zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr des Kindes genommen werden können. „Auch das flexiblere Elterngeld geht ja genau in diese Richtung“, erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete weiter, „wir wollen einen längeren Elterngeldbezug (bis zu 28 Monate) für jene Eltern, die früh wieder arbeiten aber wegen der Kinder eben bewusst keine Vollzeitbeschäftigung aufnehmen und daneben das Elterngeld Plus (ein Partnerschaftsbonus für die Paare, bei denen beide Eltern 25 bis 30 Wochenstunden arbeiten).“ Auch die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf solle weiter verbessert werden, so Hennrich. Es sei die Einführung einer zehntägigen Auszeit für die kurzfristige Organisation der Pflege Angehöriger mit Lohnersatzleistung analog zum Kinderkrankengeld geplant.

Michael Hennrich sieht auch Handlungsbedarf bei der Gleichstellungspolitik im Erwerbsleben. Es gehe um die Frauenquote, mehr Entgeltgleichheit und die Förderung von Frauen in naturwissenschaftlich-technischen Berufen. Zur Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte hätte sich daher Schwarz-Rot im Koalitionsvertrag dazu verpflichtet, schon zu Beginn der 18. WP einen Gesetzentwurf für Geschlechterquoten in Vorständen und Aufsichtsräten in Unternehmen vorzulegen. „Danach soll verpflichtend für Aufsichtsräte in voll mitbestimmungspflichtigen und börsennotierten Unternehmen, die ab 2016 neu besetzt werden mindestens 30 % Geschlechterquote sein. Als Sanktion bei Nichterfüllen werden jene Stühle, die die Quote nicht erreichen, unbesetzt bleiben,“ führt der Abgeordnete aus. Hennrich machte aber deutlich, dass darüber hinaus gehende gesetzliche Regelungen wenig Sinn machten: „Wir dürfen nicht mittelständische Unternehmen, Handwerker und kleinere Dienstleistungsunternehmen mit weiteren gesetzlichen Vorschriften zur Quote überfordern.“ Beim Thema Entgeltgleichheit seien sich die Koalitionspartner zudem einig, dass die bestehende Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen nicht zu akzeptieren sei. Hennrich kündigt an: „wir werden gemeinsam mit den Tarifpartnern gegen die bestehende Lohndifferenz zwischen Frauen und Männern vorgehen.“ Man werde die Feststellung des Wertes von Berufsfeldern, von Arbeitsbewertungen und die Bewertung von Fähigkeiten, Kompetenzen und Erfahrungen voranbringen. „Ziel muss es sein, unter anderem die Arbeit in der Pflege, Betreuung und frühkindlicher Bildung weiter aufzuwerten“, fordert der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich abschließend. Die Vorsitzende der Frauenunion Kreisverband Esslingen, Cornelia Jathe, forderte den Bundestagsabgeordneten auf, sich weiterhin für die Belange der Frauen stark zu machen. Für den Kreisverband steht die jetzt anstehende Kommunalwahl im Fokus, bei der zahlreiche Mitglieder der Organisation für kommunale Mandate kandidieren.

 

 

 

 

 

 
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