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08.12.2014

Michael Hennrich gemeinsam mit der Frauen Union der CDU Kreisverband Esslingen zu Besuch in der Pflege-Residenz in Beuren

Nachwuchssicherung in der Pflege bereitet Sorge

Frauen Union der CDU Kreisverband Esslingen und Michael Hennrich informieren sich vor Ort

Beim Vor-Ort-Termin in der Pflege-Residenz in Beuren machten sich die Damen der Frauen Union des Kreisverbandes Esslingen und der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich ein Bild von der Arbeit, die täglich in der stationären Pflege geleistet wird. Die Verbesserungen im Pflegestärkungsgesetz machten aber auch deutlich, dass insbesondere bei der Gewinnung von Pflegekräften noch weitere Hürden genommen werden müssen, so Frau Weeger, Heimleiterin des Hauses Geborgenheit aus Neuffen.  Die Geschäftsführerin der Pflege-Residenz, Frau Füller, freute sich, dass Cornelia Jathe, Kreisvorsitzende der Frauen Union diesen Vor-Ort-Termin in ihrer Einrichtung initiiert hatte.  Jathe hob die Bedeutung des Themas Pflege für die Familien hervor. „Es braucht ein sinnvolles Nebeneinander von ambulanter und stationärer Pflege. Nicht alles kann von Angehörigen geleistet werden. Gerade bei größer räumlicher Distanz sind Betroffene auf gute und professionelle Pflege angewiesen.“ Insbesondere bei Pflegestufe II und III sei die stationäre Versorgung oftmals der einzig praktikable Weg, so Jathe.

Michael Hennrich betonte die wesentlichen politischen Vorhaben in der laufenden Legislaturperiode.

„In der ersten Tranche des Pflegestärkungsgesetzes wird schon ab Anfang 2015 mehr Geld an die Pflegebetten kommen“. Im Wesentlichen geschieht dies durch eine durchschnittlich vier-prozentige Erhöhung der Leistungen und eine Veränderung des Betreuungsschlüssels in der stationären Pflege von 1:24 auf 1:20. Im zweiten Teil der Novellierung geht es dann um die Neudefinition des Pflegebegriffs. Der bis dato verrichtungsorientierte Pflegebegriff werde insbesondere Demenzpatienten nicht gerecht. Der neue  Pflegebegriff werde zunächst in Modellregionen erprobt und auf Praxistauglichkeit getestet wird. Mit der Verabschiedung im zweiten Teil des Pflegestärkungsgesetzes rechnet Hennrich in 2016.

Pflege müsse beim Patienten ankommen und nicht in der Bürokratie, forderte Karin Weeger vom Haus Geborgenheit. Auch diesem Problem widme sich das Pflegestärkungsgesetz, erklärte Hennrich.

Die Pflegedokumentation werde spürbar erleichtert. Zukünftig werde einmal am Anfang festgestellt werden, welchen Pflegeaufwand ein Patient benötigt. Später müssten dann nur noch Abweichungen von diesem Bedarf dokumentiert werden und nicht wie bisher alle erbrachten Leistungen.

Sorge bereitet Karin Weeger die Nachwuchssicherung in den Pflegeberufen. Immer wieder sei die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse – vor allem von Pflegekräften von außerhalb der Europäischen Union - ein Problem. Michael Hennrich sicherte seine Unterstützung zu. Zuständig als Gesetzgeber sei der Bund, die Anerkennungsverfahren fielen allerdings in die Zuständigkeit der Bundesländer. Einerseits müsse zum Wohle der Patienten eine solide Ausbildung sichergestellt sein, andererseits müssten bürokratische Hemmnisse auf ein Minimum reduziert werden.

Beim Rundgang durch die Einrichtung wurden die Herausforderungen durch immer mehr Demenzpatienten beschrieben. Die hausärztliche Versorgung in den Heimen funktioniere gut, bei der fachärztlichen Versorgung seien noch Verbesserungen wünschenswert, so Weeger. „Der Gesetzgeber gibt den Heimen und Kommunen die Möglichkeit für flexible Lösungen“, ergänzte Hennrich. Pflege könne man nicht zentral in Berlin organisieren.

Pflegebedingungen erforderten einen guten Rahmen und wirksame regionale Netzwerke von Kommunen, Ärzten, ambulanten und stationären Einrichtungen vor Ort. Die Voraussetzungen dafür seien geschaffen, so Hennrich abschließend. Jathe forderte, dass gute Pflege in Deutschland gewährleistet werden müsse.

 

Der Bericht sowie die Bilder zur Veranstaltung wurden uns freundlicherweise von Frau Cornelia Jahte- Vorsitzende der Frauen Union des Kreisverbands Esslingen - zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle herzlichen Dank dafür!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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