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17.12.2014

Immobilienbesitzer erhalten Kostensteigerung zur Bescherung

Haus & Grund mit Gesetzgebung unzufrieden

Im September hatte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung bereits darauf hingewiesen, dass private Vermietungen immer mehr zum  Nullsummenspiel würden und häufig sogar zu Verlusten führten. „Das wird sich zukünftig leider noch weiter verschärfen“, schreibt der Landesvorsitzende von Haus und Grund Württemberg, Michael Hennrich in einem Weihnachtsbrief an die Mitglieder in der Region.

Neben der Rauchmelderpflicht belaste auch die Novellierung des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWG) ab Juli 2015. Dann muss auch in Bestandsimmobilien nach einer Gebäudesanierung 15 Prozent der Wärme durch erneuerbare Energien erzeugt werden. Hennrich ist stolz, dass Haus & Grund Württemberg wenigstens zum Erhalt von Bioöl als Erfüllungsoption und zur Aufnahme des Sanierungsfahrplans im EWG beitragen konnte. Gleichzeitig konnten die Pläne zur Änderung des Betretungsrechts abgewendet werden.

„Die Kosten beim Bau von neuem Wohnraum werden durch die Novellierung der Landesbauordnung (LBO) allerdings deutlich steigen“, so Hennrich. Häuser mit mehr als drei Wohnungen müssen dann eine barrierefreie Wohnung und Abstellplätze für Kinderwagen und Rollatoren aufweisen. Für jede Wohneinheit müssen zwei wetterfeste und diebstahlgesicherte Fahrrad-Stellplätze bereitgestellt werden. Hinzu kommen Begrünungspflichten, die bis zu 20 Prozent der Baukosten betragen dürfen. Zu guter Letzt wird es einen Rechtsanspruch auf die Zulassung von Abweichungen von bauordnungsrechtlichen Vorgaben zur Nutzung erneuerbarer Energien geben. „Das heißt, die Errichtung von Solar- und Kleinwindanlagen in Wohngebieten wird deutlich erleichtert. Damit sind Rechtsstreitigkeiten vorprogrammiert“, befürchtet Hennrich.

„Den Eigentümern werden immer mehr die Hände gebunden“, betont Hennrich und verweist auf die beschlossene Mietpreisbremse und die Tatsache, dass durch die fehlende Refinanzierung aus der Miete Erhaltungs- und Instandhaltungsmaßnahmen oft auf das dringend Notwendigste reduziert werden müssten. Dadurch wird sich die Qualität des Wohnraumbestandes auf Sicht verschlechtern, ist Hennrich überzeugt: „Durch staatlich begrenzte Mieten wird das Wohnungsangebot in Kirchheim, Nürtingen und darüber hinaus nicht größer.“

Viele Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg erhöhen zudem den Grundsteuerhebesatz massiv – bis zu 50 Prozent. Hennrich hofft, dass die umliegenden Gemeinden die Belastung der Immobilienbesitzer durch höhere Steuern gering halten. Denn „wer will künftig noch Wohnraum schaffen, wenn die Kosten über dem Ertrag liegen“, fragt sich Hennrich.

 
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