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22.08.2014

Amtliche Polizeistatistik: Wohnungseinbrüche nehmen im Landkreis zu

Die amtliche Polizeistatistik bringt es an den Tag: Die Zahl der Wohnungseinbrüche hat im Landkreis Esslingen zwischen 2011 und 2013 deutlich zugenommen. Aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des Nürtinger Landtagsabgeordneten Thaddäus Kunzmann (CDU) geht hervor, dass nach 302 Einbruchsdelikten in 2011 in vergangenen Jahr nunmehr 396 Wohnungseinbrüche zu verzeichnen sind. Im Landkreis gibt es dabei jedoch sehr unterschiedliche Entwicklungen: Besonders das Polizeirevier Nürtingen erfasste im Vergleich zu 2011 statt 77 jetzt 132 Einbrüche, das sind 55 mehr. Ebenfalls stark ist die Steigerung im Gebiet des Polizeireviers Filderstadt mit einer Steigerung von 24 Einbrüchen, wenngleich dort bereits 2012 ein vorläufiger Höhepunkt erreicht wurde.

Erfreulich sei die hohe Aufklärungsrate im Nürtinger Revier, so Kunzmann. Immerhin seien im Jahr 2012 von 91 Einbrüchen 34 aufgeklärt worden. Die Zahl der aufgeklärten Straftaten in 2013 hat sich dann jedoch verschlechtert auf nunmehr 21 von 132 Einbrüchen. Die Quote liegt damit trotzdem noch weit über dem kreis- und landesweiten Durchschnitt.

Aus der Antwort an den Abgeordneten geht weiterhin hervor, dass es sich bei den Städten und Gemeinden über 10.000 Einwohnern in Denkendorf, Plochingen, Wernau und Ostfildern am sichersten lebe. Die Häufigkeitszahl in diesen Kommunen auf 100.000 Einwohner hochgerechnet liegt hier zwischen 29 und 49. In anderen Kommunen im Kreisgebiet liegt die Häufigkeitszahl über 100. 

Als Grund für die Zunahme antwortet der Innenminister Reinhold Gall: "Vorliegende Erkenntnisse sprechen unter anderem dafür, dass der Anstieg bei den Wohnungseinbruchdiebstählen auch auf reisende Tätergruppen zurückzuführen ist. So erfolgt die Einreise in das Bundesgebiet mitunter nur zur Begehung solcher Straftaten, wobei die Logistik vor Ort in Einzelfällen durch ortsansässige Täter zur Verfügung gestellt wird." Dafür spreche auch, dass landesweit eine Häufung entlang von Autobahnen und Bundesstraßen festzustellen ist, da hier ein schneller und unerkannter Fluchtweg bestehe.

Landesweit stieg 2013 der Anteil der nicht-deutschen Tatverdächtigen um 18,6 Prozent. Dabei ist ein vergleichsweise starker Anstieg von Tatverdächtigten aus Rumänien, Georgien, Serbien, Bosnien-Herzegowina und Ungarn zu verzeichnen.

Der Innenminister setzt nun voll und ganz auf die Polizeireform, um die Aufklärungsrate insgesamt zu erhöhen. Ob dies so eintritt, bliebe dahingestellt, so Thaddäus Kunzmann: "Zunächst bedeutet die Reform für die Polizei eine monatelange Hängepartie, während der sich die Fallzahlen erst derart dramatisch entwickeln konnten. Hinzu kommt, dass in den vergangenen zwei Jahren Hunderte von hochqualifizierten Polizeibeamten mit dieser Reform beschäftigt waren, die natürlich an anderer Stelle gefehlt haben. Nur so ist zu erklären, dass sich die baden-württembergische Aufklärungsquote bei den Wohnungseinbrüchen im Bundesschnitt am unteren Ende befindet."

Erfreulich für Thaddäus Kunzmann ist, dass die Menschen im Landkreis insgesamt sicher leben. Die Zahl der Straftaten insgesamt ist seit 10 Jahre konstant.

 
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