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23.04.2014

Michael Hennrich zu Gast im Arbeitskreis Leben

Dr. Hartmut Brand, Vorstandsmitglied des AKL, und Ursula Strunk, Geschäftsführerin und Beraterin des AKL (rechts auf dem Foto) sprachen mit Michael Hennrich (links).

Als Mitglied des Deutschen Bundestages und Vertreter im Ausschuss für Gesundheit besuchte Michael Hennrich die Beratungsstelle des Arbeitskreis Leben e.V. (AKL) in Nürtingen. Er informierte sich ausführlich über die Arbeitsweise der Ehrenamtlichen, die Finanzierungsproblematik des gemeinnützigen Vereins und gegenwärtige Entwicklungen im Kontext der psychotherapeutischen Versorgung.

Michael Hennrich lobte das Engagement der zu einem großen Teil von Ehrenamtlichen getragenen Arbeit.  „Der AKL bietet ein niederschwelliges Angebot, das vielen Betroffenen einen leichten Einstieg in Beratung und Hilfe ermöglicht. Die ehrenamtlichen Krisenbegleiter des AKL sind nach den Erfahrungen aus 30 Jahren in vielen auch zugespitzten Krisen ein sehr bewährtes Angebot. Ich schätze ganz besonders die dauerhafte Begleitung Betroffener, denn eine Krise ist nicht in ein paar Tagen überstanden.“

Prävention und Nachsorge bei persönlichen Krisen waren Schwerpunkte des Gesprächs, da sich im Herbst der Deutsche Bundestag mit einem neuen Präventionsgesetz beschäftigen wird. Der AKL wünscht sich, dass bei der beabsichtigten verbesserten Förderung von Vorsorge auch die Arbeit von Ehrenamtlichen im Gesundheitswesen in den Blickpunkt der Krankenkassen kommt und eine entsprechende Finanzierung erfährt. An einzelnen Beispielen wurde erläutert, wie der AKL auch von Ärzten als Unterstützung bewertet wird, z.B. mit seinem Angebot der Überbrückung bis zum Beginn einer Therapie. Als Krisenberatungsstelle bietet der AKL kurzfristige Hilfemöglichkeiten.

Aus Hennrichs Sicht ist die Arbeit des AKL deshalb so wichtig, weil hier in Ergänzung zu vielfältigen psychotherapeutischen Angeboten eine guter Beitrag geleistet werde. Hervorzuheben sei die Niedrigschwelligkeit und unbürokratische Arbeitsweise.  Auch der Koordination aller unterstützenden und behandelnden Einrichtungen müsse Aufmerksamkeit gewidmet werden. Bereits jetzt leiste der AKL wertvolle Sondierungsarbeit bei der Suche nach der passenden medizinischen oder  psychosozialen Hilfe – von Selbsthilfegruppen über Fachberatung oder Fachärzte bis hin zustationärer Hilfe.

Der Bundestagsabgeordnete erfuhr auch von der Schulpräventionsarbeit des AKL: Hier geht es darum, Schülerinnen und Schüler die Angst vor seelischen Erkrankungen zu nehmen, sie über Früherkennung und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren und auch darüber, was sie selbst tun können, um sich seelisch fit zu halten.

Im Sommer soll der Dialog fortgesetzt und die Erörterung zum Thema „Prävention“ vertieft werden. Auch die langfristige Sicherstellung der Finanzierung könnte noch einmal Thema werden. Derzeit engagieren sich vor allem Land, Kreis und Kommune bei der Finanzierung der Einrichtung.  Im Gespräch wurde erörtert, ob eine Finanzierung aus den Krankenkassen heraus möglich ist. Bisher geht dies nur sehr eingeschränkt, weil eine klare gesetzliche Grundlage fehlt.

Michael Hennrich versprach zu prüfen, ob im Rahmen der Integrierten Versorgung oder bei Modellvorhaben in Zusammenarbeit mit anderen Leistungserbringern wie Krankenhäusern, Psychotherapeuten oder Ärzten zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten eröffnet werden können. „Die hervorragende Arbeit des AKL lohnt auf jeden Fall, alle Möglichkeiten auf den Prüfstand zu stellen“, so Hennrich abschließend.

 

 
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