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31.07.2013

Thaddäus Kunzmann zum Tag der Heimat

Der Tag der Heimat gehört zur deutschen, zur europäischen, aber auch insbesondere zur Geschichte von Baden-Württemberg“ erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Thaddäus Kunzmann. Am 6. August 1950 wurde vor dem Stuttgarter Schloss die „Charta der deutschen Heimatvertriebenen verkündet.

Die Charta beschreibt „Pflichten und Rechte“ der Flüchtlinge und Vertriebenen, die nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1949 die deutschen Ostgebiete und andere Länder Ost- und Südosteuropas verlassen mussten. Eine besondere Rolle spielt bei der Charta der Verzicht auf Rache und Vergeltung, das Schaffen eines geeinten Europas und die Beteiligung am Wiederaufbau Deutschlands und Europas. „So gesehen haben die Flüchtlinge und Heimatvertriebenen zu einem sehr frühen Zeitpunkt den europäischen Gedanken nicht nur gedacht, sondern ihn Gestalt werden lassen“ so Kunzmann. „Und das, obwohl – oder vielleicht sogar weil - diese Menschen sehr unter dem Zweiten Weltkrieg und seinen Folgen gelitten haben“.
„Wichtig war aber auch, dass in der Charta ein Recht auf Heimat als Grundrecht postuliert wurde“ ist Thaddäus Kunzmann überzeugt. Das sei damals vor dem Hintergrund der Geschichte nur all zu gut nachvollziehbar gewesen. „Ich bin froh, dass viele Vertriebene in Baden-Württemberg eine neue Heimat gefunden haben“, so Kunzmann, der Regelmäßig Kontakt zu Vertriebenenorganisationen pflegt.  „Die Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedlerhaben viel dazu beigetragen, dass Baden-Württemberg in den vergangenen Jahrzehnten zu einer der stärksten Regionen Europas geworden ist. Sie haben die Demokratie in unserem Land gestärkt und sich immer zur Mitte der Gesellschaft bekannt."

Wolfgang Schäuble habe die politische Bedeutung der Charta 2006 auf den Punkt gebrach, als er anlässlich des Gedenktages gesagt habe: „Die Charta war damals und ist heute noch ein beeindruckendes Zeugnis menschlicher Größe und Lernfähigkeit. Nicht Revanchismus, nicht Niedergeschlagenheit bestimmen diese Charta, sondern der Glaube an die Zukunft, Europäertum, christliche Humanität.“

„Darum ist mir als Staatsbürger und Abgeordnetem wichtig, Geschichte und Kultur der ehemaligen deutschen Siedlungsgebiete zu bewahren“, bekennt Kunzmann. „Sie sind ein wesentlicher Bestandteil deutscher Geschichte. Der jederzeit spürbare Wille zur Versöhnung hat viele Brücken gebaut. Mit Europa ist der Kerngedanke der Vertriebenen und der Stuttgarter Charta immer realer geworden. Insofern muss sie uns Ansporn und Verpflichtung zu gleich sein, diesen Anspruch weiter zu pflegen. Wenn uns das gelingt, wird aus dem Gedenken die Keimzelle für unser zukünftiges gesellschaftliches und politisches Handel.“

 
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